Eckart Würzner trägt leicht an der AmtsketteVerpflichtung des neuen Oberbürgermeisters im Schloss gefeiert
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Die Würde war ihm keine Bürde: Eckart Würzner trug nicht schwer an der Amtskette. Wie ein Schmuckstück lag sie den ganzen langen Abend um seinen Hals. Ein Mitstreiter frotzelte: „Jetzt haben wir ihn an der Kette". Und tatsächlich -zur Kette, da drängte es ihn hin. Um den Erfolg zu feiern, dazu hatte er in den Königssaal des Schlosses geladen und Heidelbergs „Society" war gekommen. Dabei die Eamilie, die Freunde, die Wahlkämpfer. Dabei aber auch die Kulturschaffenden, die Wirtschaftsvertreter, die Kirchenmänner, die Sportler, die Politiker Von Stadt, Land und Bühcu "Nicht dabei: Alt-OB Beate Weber. Die wäre vielleicht auch ein wenig untergegangen in dem Heer von Gratulanten. |
![]() Der Innenhof im Schloss war zur Amteinsführung des neuen Oberbürgermeisters Eckart Würzner in wahrhaft kurfürstliches Licht getaucht. |
| Das drängte sich um die wenigen Bistrotische. Zwei Stunden vor der lebhaften Feier im Schloss hatte Erster Bürgermeister Raban von der Malsburg ganz offiziell zur Amtseinführung des neuen OB im Rathaus begrüßt. Von CDU-Fraktionschef Jan Gradel vereidigt, eilte der „Neue" anschließend den Berg hinauf, um sich feiern zu lassen. Die Auswahl der Redner an diesem Abend darf als Programm für die Zukunft Heidelbergs gewertet werden: In der Metropolregion positioniert, den Unternehmen helfend, den Vereinen verpflichtet und den sozialen Aspekt berücksichtigend. Genau in dieser Reihenfolge sprachen Ludwighafens OB Eva Lohse, Bernhard Schreier, Chef der Heidelberger Druckmaschinen, Siegfried Michel, Vorsitzender des größten Turnvereins Heidelberg, der TSG Rohrbach, und Pfarrer Florian Barth von der Kapellengemeinde. Und jeder dieser Redner gab dem neuen Oberbürgermeister gute Ratschläge -jeweils aus seiner Sicht - mit auf den Weg. Der Unternehmer möchte selbstverständlich den Mittelstand besonders gefördert sehen, wünscht sich keine verschlafene, sondern eine wache Stadt. Er wünschte dem OB viel Verständnis, Schaffens-und Willenskraft und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden. Eva Lohse machte dem OB Mut auf eines der „schönsten Amter, die es zu vergeben gibt". | |
![]() Heidelbergs Gesellschaft beklatschte im Königssaal den neuen OB Eckart Würzner, ... |
Immerhin war auch bis zu ihr gedrungen, dass in Heidelberg bislang ein „besonderes Diskussionsklima" herrscht. Das wiederum störte Siegfried Michel wenig, der freute sich über „einen Sportler an der Verwaltungsspitze". Und Pfarrer Florian Barth sprach von der Plöck als der „Herzvorkammer" Heidelbergs. Hier zeige sich wie das Miteinander in der Stadt funktioniere. Seine kleine Rede fiel auf fruchtbaren Boden, denn am Ende der Veranstaltung spendeten die zahlreichen Gäste für „Manna", den Arbeitslosentreff in der Plöck. |
| Es war der Wunsch Eckart Würzners, dass an diesem Tag auch diejenigen berücksichtigt wurden, die am Rande der Gesellschaft stehen. Na ja - und dann wäre eigentlich Würzners programmatische Rede auf dem Programm gestanden. Aber - Dank der späten Stunde - wird er jene erst beim großen Neujahrsempfang am 14. Januar halten. Deshalb hieß es dann Bühne frei für lockere Plaudereien, für Musik (Musikerinnen des Theaters und Cornelius Meister, außerdem der Afrikachor der Kapellengemeinde und das Swing Trio). Nicht zu vergessen natürlich unser Per-keo, der war Eröffnungsredner und „Schlussleuchte" so gegen 2 Uhr in der Nacht. Neue Zeiten. RNZ 16./17. 12. 2006 |
![]() ... Bernhard Schreier hatte auch seine Wünsche an den "Neuen". |