Sogar die Hochzeit nach Deutschland verlegtAustralische Fußballfans von Baden-Württemberg restlos begeistert
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Fußball-WM ohne Ende im Schlossrestaurant von Wolf Schönmehl: Nach dem Besuch der Nationalmannschaft Costa Ricas (siehe Artikel links) waren am Wochenende auch einige Fußballfans aus Australien zu Gast. Sie hatten bei einem Preisausschreiben der Baufirma Bilfin-ger-Berger einen einwöchigen Urlaub in Baden-Württemberg gewonnen. In Zweif-lingen testeten sie schon mal die Betten im „Wald- und Schlosshotel" , bevor die „Socceroos" - so wird die australische Nationalmannschaft zu Hause genannt -dort Quartier bezogen. Gestern stand ein Heidelberg-Besuch auf dem Programm. Nach der Stadtführung am Morgen ging es zum Mittagessen ins Schlossrestaurant, wo Schönmehl unter anderem Kalbssteaks mit Spargel servierte. |
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Für eines der drei Gewinner-Paare ist die Deutschland-Reise eine ganz besondere: Anne Grey und Paul Svetec heiraten nämlich heute in Öhringen. Sich zu trauen hatten sie schon länger geplant, doch nachdem ihnen das Losglück hold war, haben sie die Vermählung kurzentschlossen nach Deutschland verlagert, schließlich habe beide ihre Wurzeln in Europa: Grey hat italienische Vorfahren, Svetecs Familie stammt aus Kroatien. Die Entscheidung fiel so kurzfristig, dass sie heute erst einmal in Heidelberg Hochzeitskleid und -anzug kaufen müssen. Von Baden-Württemberg sind die „Aussies" ausnahmslos begeistert. „Ich liebe es, ich könnte hier leben. Die Leute sind fantastisch, wahnsinnig freundlich", schwärmt Grey. Das ist auch kein Wunder bei dem attraktiven Programm, das die Fußballfans absolvieren. Sogar Ministerpräsident Günther Oettinger empfing die Gruppe bei einem Festabend in Stuttgart. Doch für Martin Wade aus Sydney war der Landesvater nicht die wichtigste Person des Abends. Denn er traf Hansi Müller, der ehemals für den VfB und die Nationalmannschaft kickte. Stolz zeigt er den Australien-Schal, den der Alt-Internationale signierte. Obwohl er in England geboren ist, wird Wade bei der WM natürlich die „Socceroos" anfeuern. Er glaubt, dass sie es bis ins Viertelfinale schaffen können -trotz der starken Vorrundengruppe mit Brasilien, Kroatien und Japan. Dass sich ihre Nationalmannschaft dort durchsetzt, glauben alle, Dave Swann aus Adelaide sieht sein Team sogar schon im Halbfinale. Er wird noch etwas länger in Deutschland bleiben als seine Mitreisenden, denn er hat sich Karten für die drei Australien-Spiele in der Vorrunde gesichert, ebenso für eine Achtelfinal-Begeg-nung, in der er ebenfalls seiner Nationalmannschaft zujubeln will. „In 20 Jahren kann Australien eine Fußball-Weltmacht sein", behauptet er. Schließlich spielten jetzt schon mehr Kinder Fußball als die eigentlichen australischen Nationalsportarten Rugby und Australian Rules Football. Wie es um den australischen Fußball aktuell bestellt ist, davon kann sich die Reisegruppe morgen bei einem Testspiel der „Socceroos" gegen Liechtenstein in Ulm überzeugen. Und bei einem öffentlichen Training des Teams werden sie einige Spieler persönlich kennen lernen. RNZ 6.6.2006 | |