Präsentation des Eichelmann 2006 in der Schlossweinstube







Spitzen-Trio deutscher Winzer aus der Region

Neuer Weinführer zeichnet Seeger (Bergstraße),
Keller (Rheinhessen) und Kuhn (Pfalz) aus

"Der Laumersheimer Philipp Kuhn ist
"Aufsteiger des Jahres".
Heidelberg. Gleich drei von vier ausgezeichneten Weingütern kommen aus der Region: Im neuen Weinführer „Eichelmann. Deutschlands Weine 2006" des Heidelberger Weinkritikers Gerhard Eichelmann schneiden die badische Bergstraße, Rheinhessen und die Pfalz grandios ab. So wird das Weingut Seeger aus Leimen bei Heidelberg für die beste Rotweinkollektion des Jahres ausgezeichnet, das Weingut Keller aus dem rheinhessischen Flörsheim-Dalsheim darf sich mit dem Etikett „Beste Weißweinkollektion" schmücken, und Winzer Philipp Kuhn aus Laumersheim ist „Aufsteiger des Jahres". Nur die „beste edelsüße Kollektion" ist in diesem Jahr an der Mosel im Weingut von Markus Molitor in Bernkastei-Wehen zu finden.

Bei der Präsentation des unabhängigen Weinführers in der „Schlossweinstube" des Heidelberger Schlosses würdigte Eichelmann gestern die Qualität des deutschen Weins. 152 der insgesamt 936 im Buch vorgestellten Weingüter seien neu hinzugekommen. „Das ist ein Beweis dafür, dass die deutschen Winzer immer besser werden", sagte Eichelmann. Klaus-Peter Keller vom gleichnamigen Weingut führte den Erfolg seiner Weine auf strenge Auslese und niedrige Erträge der Trauben zurück.

„Bei der Lese gehen wir vier bis fünf Mal durch den Weinberg", sagte Keller. Er verwies aber auch auf die positiven Folgen des Klimawandels für das rheinhessische Hügelland. Thomas Seeger, dem Eichelmann „Weine von Weltformat" attestierte, stellte seinen kleinen Familienbetrieb heraus, in dem jeder mit anpacke. Es würden keine polnischen Erntearbeiter eingesetzt, schmunzelte Seeger, „sondern wir lesen jedes Jahr mit unserer 'Rentner-Band'". Für seinen Spätburgunder hatte Seeger bereits in diesem Jahr den „Deutschen Rotwein-Preis" erhalten. „Aufsteiger" Philipp Kuhn zählt, so Eichelmann, „sowohl mit seinen Rotweinen als auch mit seinen Weißweinen zur Spitze in der Pfalz". Kuhns Motto: „Ich baue nur das an, was mir selbst schmeckt." Zum „Wein des Jahres" kürte Eichelmann einen Spätburgunder „R" Centgrafenberg vom Weingut Rudolf Fürst im fränkischen Bürgstadt.

Manneimer Morgen 11.11.05



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