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Natürlich ist Heidelbergs schönster Platz auf dem Schloss und wohl dem Gastronom, der hier wirken darf. Natürlich weiß Wolf Schönmehl von den Schlossweinstuben um das besondere Ambiente seines Restaurants . Und natürlich ist er bemüht, seiner verwöhnten Kundschaft immer Besonderes anzubieten.
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Legendär sind die „Küchenpartys" der Schlossgastronomie Schönmehl. Mit den Freunden der Kult-Motorradmarke Harley Davidson begannen diese Schlemm-Events und mit dem Schnauferl-Club e.V. fanden sie jetzt ihre Fortsetzung. Nach dem Champagner-Empfang im Schlossgarten {auch dieses Mal startete wieder ein Heißluftballon) wurden den „Oldies" diverse Küchenschman-kerl zum Selbstabholen in der Küche offeriert. Dass bei der Party Schlossinnenhof, Terrasse und Schlossküche miteinbezogen sind, das versteht sich von selbst. Die Gäste waren jedenfalls begeistert.
Das werden auch die Besucher der Schlossfestspiele (Beginn am Samstag, 25.6.) sein. Zumindest die, welche die einzigartige Gelegenheitnutzen und das kulturelle und kulinarische Angebot nutzen. Und da seit letztem Jahr nummeriere Sitzplätze auf die Besucher warte und die Veranstaltungen erst um 21 Uhr beginnen, können die Gäste in aller Ruhe auf der Terrasse des Schlossinnenhofes speisen. Und da Wolf Schönmehl ein kreativer Kopf ist, hat er natürlich die entsprechenden Gerichte zu den entsprechenden Aufführungen kreiert.
Was liegt bei Goethes Ur-Faust näher als das beliebte „Leipziger Allerlei". Wer aber glaubt, er hatjetzt den üblichen „Gemüseeintopf" vor sich, der sieht sich getäuscht. Das Schloss-„Allerlei" gibts in verschiedenen Varianten und in verschiedenen Preiskategorien. Das exclusivste mit Flusskrebsen und Morcheln. Und neben den bewährten Gerichten der Schlossweinstuben wird diese Variation durchgehend angeboten, auch während der „Weltlichen Gesänge der Carmina Burana". Der Spitzenkoch dazu: „Diese herrliche, wenn auch zufällige Synergie zwischen der kulinarischen Lust des Geheimrats und dem sinnlichen Spektakel, den weltlichen Genüssen huldigendem Feuerwerk der Carmina Burana, schlägt eine Brücke, die für Feinschmecker keine Wünsche offen lässt".
Der absolute Renner allerdings dürfte das Festspielmenü „Name der Rose" (nur an den Abenden der Aufführung im Schloss serviert) sein. Das Nette daran: das Dessert kann auch in der Festspielpause genossen werden. Und was wartet auf den Gourmet für 32 Euro: Knackige Blattsalate mit allerhand Klosterschmankerl und Rosen vom Mönchskopfkäse oder Geeistes Melonensüppchen verfeinert mit Zauberblütenessig vom Doktorenhof. Wildlachsfilet in Pergament gegart auf Klosternudeln oder Saftige Poulardenbrust in Pergament gegart auf Klosternudeln Und zum Abschluss: ein Glas Champagner mit Zitronensorbet in der Schlossweinstube. Ein Hoch auf die Festspiele.
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RNZ 23.5.2005
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